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Teo Dorant

Teo Dorant

„Teo Dorant und der Stinkewettbewerb“ und „Teo Dorant und die Pups-Po-Saune“ von Corinna Wieja, Illustrationen von Sabine Straub

Unser Held heißt Teo Dorant. Wer den Namen befremdlich findet, dem sei gesagt, dass es sich bei Teo um ein Stinktier handelt, somit ist der Name also quasi selbsterklärend. Teo Dorant hat viele Freunde, darunter Rhabarbera Biber und Erasnus Eichhörnchen. Alle Tiere sind mit Ganzkörperansicht vorn bzw. hinten im Buch aufgeführt, sodass man schon vorm Beginn des ersten Kapitels weiß, mit wem man es gleich zu tun bekommt.

Die Bücher sind nach eigenen Angaben zum Vor- und ersten Selberlesen geeignet. Das ist ganz hervorragend, denn ich habe Testkinder für beide Varianten im Haus. Meinen Kindern ist hauptsächlich wichtig, dass es genug Bilder gibt, das ist hier eindeutig gegeben. Dem Gute-Nacht-Geschichte vorlesenden Elternteil ist wichtig, dass die Kapitel nicht zu lang sind, auch der Wunsch wurde berücksichtigt.
Beide Bücher funktionieren vollkommen unabhängig voneinander – selbst die Kurzvorstellung der Protagonisten wurde dem jeweiligen Band angepasst, was mich ganz besonders gefreut hat. Gemeinsam erleben die Freunde ganz großartige Abenteuer, die angenehm unübertrieben sind. Sei es, dass man Waldmeister (!) im Matschspritzen werden kann oder gemeinsam musiziert (oder so etwas in der Art), im Wald ist immer Action angesagt.

Vorlesen und vorlesen lassen

Vorlesen und vorlesen lassen

Mir hat es viel Spaß gemacht, die Bücher vorzulesen und den Kindern haben sie gut gefallen. Die Präferenzen waren gleichmäßig verteilt: Die Tochter (5) mag den Stinkwettbewerb, Sohn (4) die Pups-Po-Saune lieber. Mustafa wollte sich über seine Vorlieben nicht auslassen, ihm gefallen die Tierbilder, und die sind in beiden Büchern gleich schön. Alma liest beide Bücher auch gern selbst vor, das mit dem Selberlesen stimmt also durchaus.

Die Bücher haben dann auch noch einen Antolin-Button. Antolin ist ein Portal, mit dem Grundschüler lernen, das dürfte also was Gutes sein. Das testen wir dann im nächsten Schuljahr. :)

Fesselnde Lektüre

„… jeden Tag ein Stück“ von Andrea Behnke

Fesselnde Lektüre

Fesselnde Lektüre

Dieses Buch mit 10 „Kindergeschichten vom Großwerden“ ist für die Gruppenarbeit mit Kindern von 3 bis 6 Jahren konzipiert. Auf die zweiseitigen Geschichten folgen Fragen zum Text und zum persönlich Erlebten der Kinder im Textzusammenhang. Zusätzlich gibt es passende Lieder, Basteleien und Spiele.

Mangels Mut, mir zum Ausprobieren eine Horde Kinder ins Haus zu holen, habe ich das Buch an meinem 3-jährigen Sohn und meiner 4-jährigen Tochter getestet.

Wie geht das Lied noch mal?

Wie geht das Lied noch mal?

Die Geschichten sind hübsch illustriert und auch für eine kurze Aufmerkamkeitsspanne geeignet, ohne dass der Inhalt zu kurz kommt. Sie behandeln alltägliche Probleme aus dem Kinderalltag, die auf sehr kindgerechte und phantasievolle Weise beschrieben werden. Die Fragen zum Text wurden besonders von meiner Tochter problemlos und teilweise recht kreativ beantwortet („Warum wartet Antonia sehnsüchtig auf ihren ersten Wackelzahn?“ – „Weil sie ein Geschenk von der Zahnfee haben will.“ – „Glaubt Antonia an die Zahnfee?“ – „Neeiiin, natürlich nicht!“), auch die Traurigkeit, wenn die beste Freundin wegzieht, konnten beide Kinder sehr gut nachvollziehen. Die Geschichten mit den anschließenden Fragen haben ihnen sehr viel Spaß gemacht.

Die zu den Texten passenden Lieder wurden mit Begeisterung gesungen, die Fingerspiele kamen ebenfalls gut an. Die Basteleien heben wir uns für schlechteres Wetter auf, die Bildvorlagen wurden bereits ausgemalt. (“Was kommt alles in den Laster, wenn man umzieht?” – “Getränkekisten.”)

Getränkekisten

Getränkekisten

An einer Stelle hat die Hauptperson plötzlich einen anderen Namen, in einer anderen Geschichte hat sie gar keinen. Das ist ungünstig, wenn man mit den Kindern über sie reden soll. Wir mussten erst gemeinsam einen Namen für die Ich-Erzählerin finden, um die Fragen beantworten zu können. Das trübt aber nicht den Spaß an dem gemeinsamen Leseerlebnis. Tatsächlich eignet sich das Buch wunderbar fürs Vorlesen zu Hause, zumal sich auch die Gruppenaktionen ebenso gut mit weniger Kindern bewältigen lassen.

Ich war erstaunt darüber, wie präzise Kinder in dem Alter schon die Gefühle von anderen erkennen und benennen können. Die Themen ließen sich gut nachvollziehen, einzig bei der Geschichte von dem neuen Papa und dem Stiefbruder fehlte das Verständnis vollkommen, da sie diese Situation noch nicht kennen. Dennoch ist es natürlich wichtig, dass gerade dieses Thema behandelt wird.

Ich kann das Buch jedem mit Kindern in dem Alter empfehlen! Auch als Erwachsene/r hat man viel Spaß am Erarbeiten der verschiedenen Themen.

Mehr über die Autorin und ihre weiteren Bücher erfahrt Ihr hier.