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Bild: Jan Philipp Schwarz

Rückblick 2014

Die Zeit läuft weiter, auch wenn ein Jahr zu Ende geht. Dennoch ist das für mich der richtige Moment, innezuhalten und darüber nachzudenken, was in den letzten zwölf Monaten alles geschehen ist.

Im Januar fand sich mein Erfolgsteam zusammen, bestehend aus drei famosen Damen, mit denen sich der Berufsalltag so viel leichter bewerkstelligen lässt.

Im Februar passierte nichts – außer, dass wir öffentlich äußerten, Gasteltern für die Herzbrücke werden zu wollen. Im März wanderte ich eintägig durchs Siegerland (wer mich kennt, wundert sich an dieser Stelle bitte ordnungsgemäß), zwei Tage später bekamen wir Besuch: Aufklärung über die Aufgaben als Gasteltern eines Herzbrückenkindes. Im April habe ich mit dem Reiten angefangen (weiterwundern!), die Kinder auch.

Im Mai kam Mustafa. Ende Mai verbrachte ich ein paar Tage in Paris, dann kam die Zeit der Familienausflüge im Juni und Juli, ein Interview und mein Schwedischkalender. Und dann der Abschied von Mustafa. Anschließend Wacken. Einschulung der Tochter im August und damit der erste Schul-Elternabend, beim Lektorentag im September hatte ich deutlich mehr Spaß. Am Wochenende war ich das erste Mal beim Schwertschaukampf. Aktiv. (Nach fast sechs Monaten Reitunterricht wundert sich jetzt niemand mehr, oder?) Oktober und November haben wohl auch stattgefunden, ja, doch, Equilibriumkonzert und eBookCamp, da war was. Ansonsten war ich viel beim Arzt.  

Der Dezember war bisher angenehm unspektakulär, außer, dass “1000 Tode” erschienen ist. (Kaufen! Guter Zweck!)

Zu den Lenibriefen bin ich zu wenig gekommen, habe aber inzwischen Kontakt zu diversen Verwandten, die ich noch nicht kannte. Die besten Rezensionsexemplare auf meinem Tisch waren “In der Nacht” (Dennis Lehane), “Welt in Flammen” (Benjamin Monferat) und “Länger als sonst ist nicht für immer” (Pia Ziefle). Insgesamt habe ich etwa 25 Bücher rezensiert (die meisten fürs Buch-Magazin).
Ansonsten sah mein Arbeitsalltag überwiegend so aus:

Und die Kinder?

 

Insgesamt:

Das Bild oben stammt von Jan Philipp Schwarz.

Kurzes Update

Man kommt ja zu nichts.

Hier eine kurze Zusammenfassung der Dinge, die ich gerade am Wickel habe:

Ich reite. [Inkl. tollem Bild!]

Ich fahre Bus. [Link folgt.]

Ich bastle.  [Inkl. Cocktails.]

Ich habe mich beim NaNoWriMo angemeldet und werde im November also 50 000 Wörter schreiben. [Inkl. leichten Zweifeln.]

Ich bin für den Virenschleuderpreis nominiert worden. [Bitte abstimmen!]

Ich fahre jetzt los zum Lektorentag.  [Inkl. rein weiblicher Podiumsdiskussion!]

Mein Leben ohne Ponyhof (Blogparade)

Unscharfes, verblichenes Bild von Pony Molli

Unscharfes, verblichenes Bild von Pony Molli

Blogparade „Das Leben ist kein Ponyhof“ von Anne Schüßler

Auf dem Land bin ich zwar aufgewachsen, mit Ponys aber nicht. Etwa zeitgleich während der Grundschulzeit fanden folgende pferdebezogene Szenarios statt:

  • Die Nachbarstochter (2 Jahre älter als ich) fuhr mit meinem Bruder (1,5 Jahre älter als ich) auf einen Ponyhof. Ich war beim Abholen dabei und fand es faszinierend. Irgendwie wollte ich auch hin, aber irgendwie fand das nie statt. Ich weiß auch gar nicht, ob die Nachbarstochter noch einmal hingefahren ist und ob es meinem Bruder da überhaupt gefallen hat. Mein Bruder hat mir Aufkleber mitgebracht, das weiß ich noch. Pferde waren nicht drauf. Und dann hat er mir ein Foto von dem Pony Molli geschenkt. Warum? Weiß nicht. Es war jedenfalls nicht “sein” Pferd während der Ponyhofzeit. Seins war schwarz.
  • Die Nachbarstochter bekam ein eigenes Pferd, das irgendwo im Ort stand. Ab und zu brachte sie es mit in unseren Garten und ich bin drauf geritten. Eines schönen Wintertages wurde das Pferd von einem Auto angefahren und starb. Auch auf dem Nachfolgepferd bin ich mal geritten.
  • Ich ging zum Voltigieren. Wer mich kennt, weiß, dass das eine Schnapsidee war. Zeitgleich wurde in der Halle Reitunterricht gegeben und ich wollte auch reiten können. Irgendwann hörte ich mit dem Voltigieren auf.
Mit der Nachbarstochter im Garten - man beachte, wer den Helm trägt!

Mit der Nachbarstochter im Garten – man beachte, wer den Helm trägt!

Zu Teenagerzeiten gab es in meiner Klasse eine Reiterinnen-Fraktion, mit der ich nicht viel zu tun hatte, die ich aber ein ganz klein wenig neidisch beäugte.

Die Wendy habe ich nur gelesen, wenn man sie mir in die Hand gedrückt hat, also einmal.* Ich kann mich nicht erinnern, worum es in der Comicgeschichte ging, aber es war irgendwas Intrigantes. Sehr unentspannt. Die Reitermädels in meiner Klasse waren auch unentspannt. Wenn ich unentspannt sein will, brauche ich dazu kein Pferd.

Dann gab es noch eine weitere Klassenkameradin, die im Garten zwei Ponys stehen hatte, aber nicht zum Reitunterricht ging. Von der Sorte habe ich noch eine weitere Freundin. Die sind entspannter – und können trotzdem reiten.

Heutzutage besuchen wir ab und zu mit den Kindern einen Reitstall, hauptsächlich zum Gucken. Die Kinder wollen Reiten lernen und das werden sie wahrscheinlich auch. Wann immer das Gespräch darauf kommt, denke ich: ‚Ich möchte das auch können.‘ Doch ich möchte meinen Kindern die Schmach ersparen, als peinliche Anfängermama neben ihnen herzureiten. Außerdem – und das ist kein ganz unwesentlicher Punkt – möchte ich es ja nur können. Auf Lernprozesse habe ich keinen Bock. Das ist mir viel zu unentspannt.

 

*Wenn man mir etwas mit Schrift drauf/drin in die Hand drückt, dann lese ich es. Ist so eine Art Zwang.