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Alles Briefe

Liebster Award vom Sprachpingel

Frau Sprachpingel hat mich für den Liebster Award nominiert. Der soll helfen, unbekannte Blogs bekannter zu machen. Die elf Fragen hat sie vorgegeben.

1. Ist dein Blog aus einer geplanten (strategischen) Entscheidung heraus entstanden oder eher spontan?

Ich hatte diesen Riesenhaufen Briefe und wusste, ich muss sie alle mal lesen und nach Möglichkeit abtippen. Das wusste ich schon seit Jahren, aber ich musste sie noch immer lesen und nach Möglichkeit abtippen. Irgendwann haben mir die guten Frauen vom Netzwerk Texttreff dazu geraten, die Briefe zu bloggen, denn damit würde ich sie a) abtippen und b) hätten auch sie was davon. Das Blog war also durchaus eine strategische Entscheidung.

2. Wie nah sind die Blog-Inhalte dem Thema, mit dem du dein Geld verdienst?

Ich verdiene mein Geld mit eigenen Texten und mit dem Herummäkeln an den Texten anderer Leute (Lektorat). Das Schreiben ist also durchaus mit meinem Beruf verknüpft. Inhaltlich gibt es aber wenig Verknüpfungspunkte.

3. Hast du über dein Blog schon Kunden gewonnen?

Ja, Kunden nämlich, für die ich jetzt Blogtexte schreibe.

4. Bloggst du mit eigenen Vorgaben (z. B. »mindestens ein Artikel pro Woche« oder »mindestens XY Zeichen pro Artikel«)?

Die Zeichen sind mir egal, ich schreibe so lange, bis mir nichts mehr einfällt (oder der Brief zu Ende ist). Ein Artikel pro Woche muss sein, denn ich bin ein Iron Buchblogger und somit zum wöchentlichen Schreiben verpflichtet, sonst muss ich Strafe zahlen. Seit über einem Jahr halte ich das eisern durch.

5. Hast du noch weitere Blogs außer dem, mit dem ich dich hier nominiert habe?

Nein, aber ich blogge auch für den VFLL.

6. Mal unabhängig von Marketing- oder sonstigen geschäftlichen Aspekten: Was bedeutet dir dein Blog persönlich?

Ursprünglich eine Form des Selbst-in-den-Arsch-Tretens, ist mein Blog nun zu einem geliebten Kind herangereift. Ich bekomme auch viel positives Feedback, das ist natürlich gut fürs Ego.

7. Reale oder fiktive Person, tot oder lebendig – spielt alles keine Rolle: Wen würdest du gern mal als Gastautor/-in in deinem Blog schreiben lassen – und worüber?

Die meisten wissen, dass ich aus den Großmutterbriefen einen Roman machen möchte. Da kommen natürlich viele Fragen zu den Hintergründen auf, denn die Briefe setzen einiges an Wissen voraus. Wissen, dass ich nicht habe. Ich hätte also gern einen Beitrag meiner Großmutter oder ihres Vaters (Papa [hinten betont]), damit meine Fragen endlich geklärt werden können.

8. Gibt es Dinge, die du ohne dein Blog nicht erreicht oder erlebt hättest? Welche sind das?

Oh ja. Die Briefe würden noch immer irgendwo lagern und darauf warten, dass sie jemand liest. Ich hätte noch nicht mit dem Buch angefangen. Ich würde nicht für andere bloggen.

9. Wie wichtig sind dir Schreibstil und Rechtschreibung in deinem Blog?

Ich bin Lektorin. Rechtschreibung ist mir wichtig. Der Schreibstil findet mich von allein, an dem kann und will ich gar nichts ändern. Bei den Briefen bin ich natürlich vom Schreibstil der Verfasser abhängig, da würde ich aber auch niemals eingreifen.

10. Du darfst in der Neuauflage eines Filmklassikers mitspielen. Welchen Film und welche Rolle wählst du, und warum?

Ich möchte die Hauptrolle in der Verfilmung meines Buches. Filmklassiker braucht man nicht neu zu verfilmen.

11. Womit kann man dir IMMER eine Freude machen?

Ich bin leicht zu erfreuen. Ich freue mich über nette Worte und über jede Form der kulinarischen Zuwendung. Ich freue mich über Besuch von freundlichen Mitmenschen.

Best-Blog-Award mit Stöckchenverleihung

Danke für die Blumen!!

Danke für die Blumen!!

Was für ein turbulentes Wochenende. In meiner Abwesenheit (am Wochenende mache ich den Computer nur in Ausnahmefällen an) wurde ich von zwei Seiten (nämlich von Daniela, blaue Fragen, und Andrea, grüne Fragen) mit dem Best-Blog-Award ausgezeichnet und mit je einem Stöckchen bedacht. Nun habe ich also statt der 11 gleich 22 Fragen zu beantworten. Ich möchte Eure Geduld nicht überstrapazieren, drum habe ich die Fragen zu 12 Stück zusammengefasst.

1. Was war dein liebstes Buch/deine Lieblingsserie, als du ein Kind warst?
Damals wie heute habe ich jedes Buch verschlungen, das man mir hinlegte. Damals wie heute war der Inhalt fast zweitrangig. Ich habe eine Art Lesehunger, der unter allen Umständen gestillt werden muss, da kann ich auch Banales ertragen. Nur langatmig mag ich gar nicht. Ich mochte Unsere kleine Farm, Michel aus Lönneberga, Nesthäkchen und Trotzkopf (um Himmels Willen! Und ich mag es bis heute. Das heißt nicht, dass ich die Moralvorstellungen vertrete.), jeweils sowohl als Bücher als auch als Serie. Die Waltons. Später Happy Days, herrlich. Ich habe Anne auf Green Gables gelesen (alle), Grimms Märchen (alle), aber Null Uhr fünf in Urumtschi war mir zu langweilig. Abgebrochen. Das einzige Buch, von dem ich das weiß.

2. Welches ist heute dein liebstes Kinderbuch (zum Beispiel, um es deinen Kindern vorzulesen oder zu verschenken)? Du darfst gerne auch mehrere Bücher für verschiedene Altersklassen nennen!

Der Grüffelo steht bei mir hoch im Kurs, zumal man lange Jahre etwas von ihm hat. Ich liebe auch die Filme. (Kurz mal angeben: Bei den Hintergründen vom Grüffelo-Film hat mein Bruder mitgewirkt.)

3. Welches Buch/Hörbuch für Erwachsene hat dich so begeistert, dass du es deinen Lesern unbedingt ans Herz legen möchtest? Welches Buch hat dich in der letzten Zeit besonders beeindruckt?

Das einzige Buch, das ich jemals mehrfach verschenkt habe, ist „Suna“ von Pia Ziefle. Weil es einfach grandios ist.

4. Warum bloggst du? Verfolgst du bestimmte Ziele? Was hat dich bewogen zu bloggen? Hast du das Gefühl, dass Blogs etwas bewegen können?

Eigentlich war das Blog nur als eine Art Tritt in den Hintern für mich selbst gedacht, damit ich Motivation von außen bekomme, die Briefe abzuschreiben. Ich habe durchaus das erfreuliche Gefühl, dass Blogs eine gewisse meinungsbildende Reichweite haben. Heute z. B. zum Thema Homosexualität in den Medien.

5. Gibt es ein Blogpost, auf das du besonders stolz bist? Welcher Artikel hat dir die meisten Leser eingebracht? Welcher Blogbeitrag hat dir bisher am meisten Spaß gemacht? Wen würdest du zu deinem Blogthema gerne einmal interviewen?

Da ich das Bloggen als Spaß betreibe, machen alle Beiträge Spaß. Meine Favoriten sind Heimat  und Fremdsprachenlernen, die meisten Leser hat Kirchwerder. Bei den Briefen hat mich diese Beschreibung der Flucht am meisten beeindruckt. Ich habe bei den Briefen eigentlich keinen Favoriten, einige sind sehr witzig, andere erschreckend, aber keiner belanglos. Interviewen möchte ich Papa (Betonung hinten), den Vater meiner Großmutter. Und sie selbst. Aber das ist ja nun schwierig.

6. Wenn du ein weiteres Blog starten würdest, was wäre dein Thema? Und warum?

Ich habe alles, was ich brauche.

7. Wie kommst du auf deine Themen? Was schreibst du am liebsten (nicht nur in deinem Blog, sondern generell)? Was inspiriert dich? Nutzt du einen Redaktionsplan oder bloggst du spontan nach Lust und Laune? Oder ganz anders?

Die Themen fallen mir buchstäblich in den Schoß. Alles, was nicht Brief ist, wird in irgendeiner Weise von außen angeregt. Fällt mir spontan etwas zu einem Thema ein, schreibe ich es sofort auf. Da ich nicht lange recherchieren möchte, kreisen diese Themen grundsätzlich um mich selbst, da weiß ich alles auswendig. Die Inspiration kommt also von außen, triggert etwas in meinem Kopf, und schon geht’s los. Einen Plan gibt es nur für den Notfall.

8. Zuletzt gab es nach einem Urteil große Aufregung wegen der Einbindung von Stockphotos. Zuvor wurden heiße Diskussionen über die Verwendung von Coverbildern oder die Notwendigkeit von Impressen geführt. Hast du Angst, du könntest eines Tages wegen irgendwas abgemahnt werden, was du in deinem Blog tust oder unterlässt?

Angst nicht, nein.

9. Was ist das Internet für dich? Zwei Wochen ohne Internet – geht das?

Ich arbeite von zu Hause aus, das Internet ist also meine Verbindung zur Außenwelt. Es ersetzt die KollegInnen, die ich sonst in der Kantine treffen würde. Es ist Quelle der Inspiration, Recherche und die beste Möglichkeit, auf unkomplizierte Weise Freundschaften zu pflegen. Solange ich kein Smartphone habe, kann ich auch eine Weile ohne. Auch zwei Wochen. Am Wochenende bleibt der Computer ja auch aus. Hätte ich aber ständigen Zugriff, könnte ich mich kaum zurückhalten, dazu bin ich viel zu disziplinlos.

10. Was ist deine liebste Offline-Beschäftigung?

Lesen, logisch. Ich habe aber nebenher auch noch Familie, Haus/Garten und Freunde. Im Idealfall bin ich mit der Familie im Garten und es kommen spontan Freunde vorbei. Dafür lasse ich jedes Buch liegen.

11. Welchen Blogbeitrag wolltest du immer schreiben und hast es dann doch nicht getan?

Den, den ich Mariella hier versprochen habe. Ich habe den Beitrag angefangen und komme nicht weiter, weil ich feststellen musste, dass die Zeit von 19 bis 29 so ziemlich alles beinhaltet, was mich heute ausmacht. Bisher habe ich keine Möglichkeit gefunden, darüber zu schreiben, ohne alles über mich preiszugeben.

12. Welchen Rat würdest du einem Blogneuling mit auf den Weg geben?

Bin ja selbst noch einer. Vielleicht würde ich vor der Suchtgefahr warnen.

Nun soll ich selbst Fragen stellen und nominieren. Die hier gestellten Fragen finde ich aber eigentlich alle sehr prima, deshalb würde ich einfach sagen, Ihr beantwortet die, die Ihr am interessantesten findet. Ich nominiere Mariella, um sie von meinem ausstehenden Beitrag abzulenken. Alle anderen mögen sich selbst ein Stückchen vom Ast abbrechen. :)