Kategorie-Archiv: Bettgeschichten: Nostalgiebetten

Die Betten meiner Vergangenheit, chronologisch sortiert. Gemütliche Bettgeschichten

Bett 8a und 9a

Die Betten meiner Vergangenheit – zahlreich sind sie, und ich bin noch nicht am Ende angelangt.

Erinnerungen haben eine große Macht in mir. Und ich merke, dass es mich befreit, wenn ich sie niederschreibe, dann ist mein Kopf damit nicht mehr so blockiert und ich kann ihn mit neuem Kram vollstopfen. Ich kam auf die Idee, diese Serie zu schreiben, weil ich, wenn ich nicht einschlafen konnte, mich in die Betten meiner Vergangenheit zurückträumte. Das tue ich momentan überhaupt nicht mehr. Vielleicht kommt das wieder, vielleicht habe ich die Erinnerung jetzt auch einfach outgesourct. Vielleicht schlafe ich auch einfach zu schnell ein.

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Nostalgiebetten – Bett 8 und 9

Als ich aus Straßburg zurückkam, stand fest: Sprachen will ich studieren. Warum es ausgerechnet Tübingen wurde und warum ausgerechnet Russisch, Englisch und Deutsch – ich glaube, die Sprachen habe ich am Ende ausgelost. Tübingen wurde mir empfohlen. Ich war da recht leidenschaftslos, glaube ich, vielleicht hatte ich auch einfach keine Lust, mir Gedanken über Orte zu machen, die ich ohnehin nicht kannte. Es gibt eine gewisse In-Tübingen-studieren-Familientradition, die noch aus der Zeit von vor zwei Generationen stammt, Fußstapfen und so, lassen wir das.

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Nostalgiebetten – Bett 7

Sinnieren über die Betten meiner Vergangenheit: die Zeit nach dem Abi. Wenn ich nicht einschlafen kann, träume ich mich in frühere Schlafstätten zurück. 

Einmal nur, einmal kam ich in eine neue Behausung und fand sie schrecklich. Graue Einbaumöbel an blauem Linoleumboden, an der Wand eine Art handgemachte Hardcore-Raufaser-Beschichtung, weiß lackiert und mit so spitzen Spitzen, dass die Poster nach kurzer Zeit aussahen, als hätten sie Pickel. Weiterlesen

Nostalgiebetten – Bett 3a

Ich weiß nicht, wie oft ich bei ihr übernachtet habe. Meine beste Freundin war eine Klasse über mir, wir kannten uns aus dem Kindergarten, hatten uns in der Grundschule kurzzeitig aus den Augen verloren und fanden uns dann beim Schwimmen wieder, als wir gewisse gemeinsame Nicht-Begabungen feststellten, was die hohe Schwimmkunst angeht – den eleganten Sprung vom Drei-Meter-Brett, nämlich. Weiterlesen

Nostalgiebetten – Bett 1

Ich habe ein Exemplar von „Mein Leben in Häusern“ bekommen und es fürs Buch-Magazin rezensiert (erscheint im November). Ich stehe auf Nostalgie, sie darf ruhig triefen und mich zum Weinen bringen. Margaret Forster hat mich nicht be- oder gerührt, das fand ich schade, denn das Buch ist an sich wirklich schön. Vielleicht liegt es aber auch an mir und ich bin einfach besonders emotional, was die Bleiben meiner Vergangenheit angeht.

Buch im Bett

“Mein Leben in Häusern” von Margaret Forster

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