Kategorie-Archiv: Mustafa

Mustafa ist ein Junge aus Afghanistan, der drei Monate bei uns wohnte, um hier am Herzen operiert zu werden

P1090151

Mustafa hat angerufen

Dieses Wochenende war ich nicht da und habe es verpasst: Mustafa hat angerufen. Viel hat er nicht gesprochen, erwähnte aber Feuerwehr und Polizei. Insgesamt war er wohl recht fröhlich. Weiterlesen

Handschrift

Alltag?

Die Sommerferien neigen sich dem Ende zu. Ich habe eben mit Mustafas Vater telefoniert, der berichtet, Mustafa sei traurig, weil er so weit von uns weg sei. Mustafa kam auch selbst ans Telefon, sprach aber wenig. Davon hatten unsere Kinder schon berichtet, die mit ihm gesprochen hatten, als Andi und ich weg waren. Nun weiß ich auch, warum er so wenig gesagt hat. Weiterlesen

Alster

Zwischen Trauer und Freude: der Abschied

Nun ist er weg.

Samstag

Den Morgen verbringen wir damit, die vielen Geschenke in meinem alten Koffer (der, mit dem ich seinerzeit nach England zog) zu verstauen. Von seinen hiesigen Klamotten nimmt Mustafa ein paar T-Shirts, Longsleeves und Socken mit sowie die Schuhe und Sandalen. Da ist er sehr rigoros. Wahrscheinlich ist er auch heilfroh, endlich keine Unterhosen mehr tragen zu müssen. Weiterlesen

Mustafa Abschied 3

Große Danksagung kurz vorm Abschied

Danke, danke, danke!

Mein doch eigentlich sehr geräumiger Bettkasten war vollgestopft bis obenhin mit dem Inhalt der zahlreichen Pakete, die wir jeden Tag überrascht bis begeistert entgegennahmen. Den Inhalt hatten die Kinder bis dahin nicht gesehen – bis auf den Trecker mit Anhänger, der bei Anton sehr große Augen hervorrief – doch nun ist Packzeit und wir zeigten Mustafa, was alles in seinen Koffer wandern wird. Weiterlesen

Ab nach Hause

Eins, zwei, eins, zwei

… oder vielmehr: drei, zwei, eins, Flug.

Wir nähern uns dem Abschied – am Samstag ist es so weit. Morgen wird gepackt und Mustafa seinen zahlreichen Geschenken zugeführt (ich werde berichten).

Meinen Kindern ist soeben klar geworden, dass Mustafa übermorgen nicht mehr bei uns sein wird. Natürlich haben wir oft und viel darüber gesprochen, aber es war ja immer noch so weit weg … Die ersten Mundwinkel zucken schon.

Mustafa lacht und sagt: “Mustafa: jaaa, Afghanistan, ihr alle: buhuuu, traurig.”

Tja, recht hat er.

Wenn man mal versucht, nebenbei ein Foto zu machen, kommen sie aus allen Löchern

Wenn man mal versucht, nebenbei ein Foto zu machen, kommen sie aus allen Löchern gekrochen

 

Sandkiste

Danksagung

Oh, Ihr seid aber nett!

Täglich klingelt der Postbote oder wir finden Pakete für Mustafa im Schuppen. Ich stapele die Sachen momentan in meinem Bettkasten, denn er bekommt sie erst ein paar Tage vor der Abfahrt, wenn wir zu packen beginnen.

Nicht überrascht bin ich, dass die Bücher zuerst verschickt wurden. Eins ist mir noch eingefallen, das er besonders gern mag. Die Wunschliste für Mustafa habe ich entsprechend ergänzt. Meine Adresse findet Ihr im Impressum.

Morgen fahre ich mit Alma nach Lothringen, zur Taufe meines Patendrillings. Da Alma das Patenkind der Täuflingsmutter ist, begleitet sie mich. Zu fünft fahren wollten wir lieber nicht, zumal Mustafa doch am liebsten zu Hause ist. (Also bei uns! :))

 

Malen

Noch drei Wochen

Langsam macht es sich bemerkbar, dass wir seit zwei Monaten Dauerkinderpartystimmung im Haus haben. Anton ist vollkommen überanstrengt und immer wieder findet man lädierte Gegenstände herumliegen.  Der Gemütszustand der (Gast-)Eltern verschiebt sich von ent- zu angespannt. Weiterlesen

Wattwandern

Halbzeiturlaub

Wie es der Zufall so will, sind wir genau zu dem Zeitpunkt an die Nordsee gefahren, als Mustafa “Bergfest” hatte. Wir verbrachten drei wunderbare Tage in Dagebüll und auf Amrum, wo die Gastgroßeltern im Urlaub weilten. Weiterlesen

Selbermachen kann so einfach sein!

Peelingseife selbst herstellen

Der Stress, der sein Nachlassen für die Zeit nach Pfingsten angekündigt hatte, musste seine Entscheidung leider rückgängig machen. Drum komme ich noch immer nicht dazu, die vielen Rezensionen nachzuholen. Weiterlesen

Paris 4

Mama war weg

Über Himmelfahrt habe ich mich für fünf Nächte mit meiner Nachbarin nach Paris verdrückt. Die Reise hatten wir im Januar gebucht, als wir noch nichts von einem Mustafa wussten. Darüber bin ich sehr froh, sonst wären wir wahrscheinlich nicht gefahren. Wir ließen also meinen Mann mit drei Kindern zurück, doch bei denen lief alles ganz prima, wie mir von allen Seiten berichtet wurde. “Beim Einkaufen war Papa stressig”, sprach die Tochter, aber das kann man ja auch verstehen. Weiterlesen

Fadenbauch

Alltag mit Gastkind

Was soll ich sagen, es läuft super mit Mustafa. Manchmal ist man etwas irritiert, weil Dinge an andere Plätze geräumt wurden oder der DVD-Player läuft, aber insgesamt ist die Stimmung prima. Unsere Kinder spielen jetzt auch richtig gut mit ihm. Nach der traurigen ersten Nach-Krankenhaus-Nacht ist er eigentlich durchgehend gut gelaunt gewesen. Weiterlesen

Wieder zu Hause!

Als ich am Samstag um halb neun das Krankenzimmer betrat, blickten mir zwei sehr fitte Kinder entgegen. Der Erholungsgrad der letzten 12 Stunden war immens. Wir spazierten über den Gang (was immer zu Spalierbildung beim Personal führt, alle kommen zum Anfeuern auf den Flur), observierten die Eingangshalle und saßen im Sonnenschein auf dem Balkon. Wir bestellten Prof. Rieß zu uns, er möge uns doch bittebitte entlassen. Und in der Tat – nach dem Echo durften wir unsere Sachen packen. Weiterlesen

Nervös!

Wie eine Wilde habe ich dieses Wochenende gearbeitet, um ab morgen den Rest der Woche weitestgehend im Krankenhaus verbringen zu können.

Eben habe ich mein letztes großes Projekt abgeschickt. Im selben Moment knüppelte die Nervosität, die offenbar hinter einem Bücherstapel gewartet hatte, mich hinterrücks nieder.

Ich kenne das eigentlich gar nicht, ich neige nicht zum Nervössein. Ich bin da eher wie Leni kurz vor der ersten Geburt. Aber wenn ich so gar keinen Einfluss auf die Geschehnisse habe, geht das große Zähneklappern los.

Eure Spenden sind willkommen, vor allem natürlich direkt bei der Herzbrücke. Von der Höhe der eingegangenen Spendengelder hängt es ab, wie viele Kinder in Deutschland operiert werden können. Alles, was bei uns an Spenden ankommt und nicht direkt für Mustafa verwendet werden kann, überweisen wir später an die Herzbrücke.

Vor-OP-Gefühle

Gelernte Wörter in order of appearance:

Banane – Polizei – daistdiePolizei- Polizist – Pilot – tschüs – Kartoffel – gern – Flugzeug – Krankenwagen – lange Maschine – doch Weiterlesen

“Tschüs!”

Einmal quer durch die Stadt zum Krankenhaus, Voruntersuchung. Kinderarzt, EKG, Echo. Jeweils mit Wartezeit. Wir waren als Letzte dran, vor uns alle anderen Gastkinder aus Afghanistan. Keins hat mit den anderen gesprochen. Aber ich konnte von den Gastmüttern erfahren, dass auch andere Gastkinder recht fordernd sind. Weiterlesen

Das Leben mit einem Gastkind kann ein ganz schöner Eiertanz sein

Eiergeschichten

Wie ich gerade erfahre, haben die afghanischen Mädchen, die bei unserer Bekannten wohnten, auch immer “Ey, fsst!” gesagt. Mustafa hat mittlerweile begriffen, dass er damit nicht weiterkommt. So weit, so gut. Weiterlesen