“Ad hoc visualisieren”: Interview mit Malte von Tiesenhausen

Malte! Ein Buch mit lauter bunten Bildchen, die einem das Erstellen von lauter bunten Bildchen erklären. Das ist so cool!

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Aber bleiben wir sachlich. Du verdienst dein Geld damit, dass du die Dinge malst, die andere gerade erklären oder erzählen oder sonstwie von sich geben. Du weißt vorher nicht, was sie sagen werden, du malst einfach so rum. So, wie man sich in einer Vorlesung Notizen macht, nur in bunt. Richtig?
Oder doch anders? Wie anstrengend ist das? [Für den Zuschauer ist es, um man von mir auf andere zu schließen, oft interessanter als das Gesagte.]

Ich finde das überhaupt nicht anstrengend. Eigentlich ist das aktives Zuhören mit einem Add-On, dem Zeichnen. Also zu einem Drittel zuhören und den roten Faden finden, das Gehörte mit bekannten Bildern verknüpfen – das ist das nächste Drittel – und dieses Bild dann aufzeichnen, das ist das letzte Drittel. Das Bild unterstützt die Kommunikation.

Die Eckpfeilerdrittel

Die Eckpfeilerdrittel

Hast du beim Ad-hoc-Visualisieren schon mal so richtig den Faden verloren? Oder irgendwas total falsch verstanden?

Nur einmal war ich thematisch ziemlich „lost“, das war eine monoton vorgetragene Power-Point-Präsentation mit Kolonnen von statistischen Ergebnissen aus verschiedenen Ländern. Ich habe dann Teile der Kolonnen und die entsprechenden Länderflaggen aufgemalt.
Üblicherweise funktioniert es aber sehr gut, visuell zu folgen. Der große Vorteil an der Technik des Graphic Recording ist, dass man die Zuhörer zu „Mittätern“ macht: die Visuals dienen im hohen Maße der Unterstützung von Erinnerung und Kommunikation. Sollte ich also tatsächlich mal einige Details nicht vollständig verstehen, kann ich dennoch mit Bildern Erinnerungsstützen schaffen, die von den Teilnehmern der Veranstaltung dann kognitiv ergänzt werden.
Und wenn das Thema sehr komplex ist, setze ich mich im Vorfeld mit den Veranstaltern zusammen, das hilft enorm.

Experten (das sind die Blumen) sind in ihren Themen verwurzelt, brauchen aber Hilfe, um sich gegenseitig zu befruchten.

Experten (das sind die Blumen) sind in ihren Themen verwurzelt, brauchen aber Hilfe von außen (von den Bienen), um sich gegenseitig zu befruchten.

Du erntest bei deinen „Auftritten“ (wie nennt man das?) sicher meistens Bewunderung und Lob. Oder nicht? Gabs auch schon Niedermacher?

Nein. Es gibt öfter Skepsis im Vorfeld. Aber im Zweifelsfall finden alle gut, was ich mache!

Leute, die gut zeichnen können, behaupten oft, dass es eigentlich niemanden gibt, der nicht zeichnen kann. Du scheinst das auch so zu sehen. Und ja, natürlich kann man sich vieles aneignen, aber den einen fällt es eben leichter als den anderen. Warum sollen die anderen, denen es nicht leicht fällt, sich dann trotzdem mit dem Stift abmühen?

Siehe Seite 50. :) Man muss ja nicht gleich Rockstar werden. Jeder kann sich alles aneignen und alle haben das Zeichnen als Kinder jahrelang geübt. Keiner startet bei Null. Kinder vereinfachen die Dinge, die sie zeichnen. Erst im Alter von 9 bis 12 Jahren wächst das Bedürfnis, die Realität darzustellen, gleichzeitig ist man in dem Alter aber sehr kritikanfällig und so geben viele das Zeichnen auf.
Talent kann aber auch Entwicklung verhindern, weil man dann nicht übt. Ohne Talent wiederum fängt man gar nicht erst an. Wichtig ist, dass man Freude am Zeichnen hat, dann lässt es sich wie ein Handwerk erlernen.

Fies! Das ist gar nicht Seite 50!

Fies! Das ist gar nicht Seite 50!

Das Buch vermittelt den Eindruck, als hättest du die ganze Zeit Spaß beim Arbeiten. Ist das so?

Ja. Spätestens, wenn es losgeht, macht es Spaß.

Ich gehe davon aus, dass du ein gutes visuelles Gedächtnis hast. Ich weiß aber auch, dass du dir Zitate und Texte gut merken kannst. Hast du da eine bestimmte Merktechnik?

Ich merke mir die Dinge, die mich interessieren und baue mir visuelle Eselsbrücken. Bilder, Metaphern und Symbole sitzen direkt an den neuronalen Knotenpunkten und lassen sich leichter abrufen, wenn man sie braucht.

Wäre je ein anderer Beruf als „was mit Stift“ für dich infrage gekommen?

Ich habe schon immer gern gezeichnet. Das als Beruf zu machen habe ich mich aber nicht wirklich getraut, also habe ich Grafik-Design studiert. Am Ende habe ich mir ein Freisemester genommen und ganz viel gezeichnet, das war für mich der Moment, an dem ich wusste: „Genau das willst du machen!“
Ich habe auch viel in Bands gesungen, ich stehe gern auf der Bühne. Das habe ich jetzt prima kombiniert, indem ich auf der Bühne stehe und zeichne.

Malte von Tiesenhausen, Visualisierungsbiene

Malte von Tiesenhausen, Visualisierungsbiene

Warum hast du das Buch geschrieben? Möchtest du allen erklären, wie einfach das ist, und dir damit deinen eigenen Arbeitsplatz streitig machen? Und – ist es wirklich so einfach, wie du es darstellst?

Das Thema gibt genug für alle her. Mein letztes Buch ist schon lange her, seitdem habe ich viel gelernt – außerdem gibt dieses Buch die Antwort auf die ständige Frage „Was genau machst du eigentlich?“. Und es ist die perfekte Ergänzung zum Buch von meinem Partner bei Visual Facilitators, Mathias Weitbrecht, das die Theorie und Haltung hinter dem Beruf darstellt.

Zu guter Letzt: Was findest du selber an deinem Buch das Beste?

Dass ich es anderen in die Hand drücken kann! Außerdem ist es das aktuelle Résumé meines Schaffens.

Danke, Malte!

Übrigens kann man bei den Visual Facilitators auch einen Newsletter abonnieren. Was aber noch viel cooler ist: Sie bieten Trainings an.

Neuerscheinungen März bis Mai 2016

Ich komme oft zu nichts, außer zum Lesen, das geht immer, das mache ich nämlich abends im Bett. Ich habe seit März zahlreiche Neuerscheinungen gelesen, dies ist die Auswahl derjenigen, die ich wirklich mochte.

Einen Bücherregalplatz* gibt es für „Orphan X“ von Gregg Hurwitz. Unangefochten ganz oben in meinem persönlichen Ranking. Spannend und schlau, die perfekte Kombination.

Neuerschienene Bücher

Der Stapel der Besten

Von links nach rechts:
Joanna Bator: Dunkel, fast Nacht Düster und ein bisschen unheimlich. Tiefgehend und packend, hätte ich auf den ersten Seiten nicht erwartet.
Christiane Dieckerhoff: Spreewaldgrab Dazu gibt es hier das Interview. Spannender Krimi!
Henry James: Eine Dame von Welt Hach, die gute alte Zeit. Man ist froh, dass sich so vieles verändert hat und staunt, wie viel doch gleich geblieben ist. Wunderbare Studie.
Christian Schünemann und Jelena Volić: Pfingstrosenrot Der zweite Teil einer Krimiserie, der aber allein ebenso gut funktioniert und bei dem man viel über die Verhältnisse im ehemaligen Jugoslawien lernt.
Sarit Yishai-Levi: Die Schönheitskönigin von Jerusalem Eine Familiensaga über mehrere Generationen – als es den Staat Israel noch nicht gab. Land und Menschen haben sich verändert, die Mitglieder der Familie ebenso. Manchmal etwas langatmig, insgesamt bleibt die Geschichte aber sehr im Gedächtnis.
Owen Sheers: I saw a man Lauter innere Konflikte, durch die Spannung manchmal auf der Strecke bleibt.
Gregg Hurwitz: Orphan X Grandios. Lesen! Ein absolutes Mitschleppbuch.**

*Bücherregalplätze bekommen nur die Bücher, die ich noch einmal lesen möchte. Alle anderen verschenke ich weiter.
**Das sind die Bücher, bei denen das Gewicht egal ist – es lohnt sich auf jeden Fall, sie unterwegs dabei zu haben, falls man zwischendurch Zeit zum Lesen hat.

Nostalgiebetten – Bett 8 und 9

Als ich aus Straßburg zurückkam, stand fest: Sprachen will ich studieren. Warum es ausgerechnet Tübingen wurde und warum ausgerechnet Russisch, Englisch und Deutsch – ich glaube, die Sprachen habe ich am Ende ausgelost. Tübingen wurde mir empfohlen. Ich war da recht leidenschaftslos, glaube ich, vielleicht hatte ich auch einfach keine Lust, mir Gedanken über Orte zu machen, die ich ohnehin nicht kannte. Es gibt eine gewisse In-Tübingen-studieren-Familientradition, die noch aus der Zeit von vor zwei Generationen stammt, Fußstapfen und so, lassen wir das.

Ich suchte mir ein Zimmer. Oder vielmehr: Ich versuchte es. Es gab eine Karteikartenbörse an der Uni, ich besichtigte Zimmer, bei denen die allgemeine Kühlschrankbenutzung im Vermieterhaushalt inklusive war („so lang es ned mehr wie ein Stückle Butter isch“), Zimmer in Frauenwohnheimen und irgendwann das Zimmer bei Frau von E. Das war toll, allerdings noch bewohnt. Das würde sich aber in den Semesterferien ändern. Das Zimmer war wirklich schön und wurde dann noch leider ein Semester lang fremdbewohnt. Ich besprach mit der ortsansässigen Verwandtschaft, dass ich die Wartezeit bei ihr überbrücken könnte.

Dort hatte ich ein gelb gestrichenes Zimmer im Souterrain, das einst einer der Söhne bewohnt hatte. Ich las mich auf meinem Bett durch die Bücher im Regal (Isabel Allende, Amos Os) und verlebte mein erstes Semester weitestgehend unspektakulär. Leute kennenlernen, mehr Leute kennenlernen und durchaus auch was lernen, das ging ganz gut. Als zum Ende des Semesters das neue Vorlesungsverzeichnis erschien, stellte ich, auf meinem Bett sitzend, fest, dass die Nordisten spannendere Dinge lernen durften als die Slawisten – und wechselte kurzerhand. Mein Russischdozent war nachhaltig sauer auf mich, bereut habe ich die Entscheidung nie. Und dann konnte ich auch endlich mein eigentliches Zimmer beziehen.

Oh, war das fein. Meine Vermieterin war 85 und geschieden, ihr Ex-Mann kam an den Wochenenden immer zum Kaffeetrinken („Das ist mein Ex!“), im Haus wohnten außerdem ein weiterer Student und eine Familie mit zwei Kindern, alle ein bisschen überall verteilt. Mein Zimmer war im ersten Stock, die Toilette im Erdgeschoss, der Studentenbereich (zwei Herdplatten, Kühlschrank, Telefon, Sofa, Tisch und auch die Dusche im Nebenraum) im Keller.

Grünzeug

Blick in den Garten

Ich konnte zu Fuß zum Brecht-Bau runtergehen, dem Tempel der Neuphilologen, oh holder Betonbunker mit der grün-orangen, unbequemen Liegewiese, immer geradeaus auf verschlungenen Fußwegen, von denen einer noch so ein tolles Schild hatte, auf dem statt der Frau mit Kind ein Mann mit Hut mit Kind abgebildet ist. Ich habe es leider nie fotografiert. Wer in Tübingen ist, darf gern nach den Koordinaten fragen und ein Bild für mich machen.

Aber kommen wir zum Bett.

Studentenzimmer

So gemütlich! Die Bettwäsche kennt ihr von Bett 4

Eine Matratze auf Lattenrost, am Kopfende ein Regal, auf dem meine Musikmaschine stand, die morgens mit 7-Tage-Zeitschaltuhr meinem Schlummer ein Ende bereitete. An der Decke überm Bett die Hamburgflagge. An der Wandseite ein Streifen Schaumstoff zum Anlehnen. Gemütlich wars in meinem Bett, überhaupt im ganzen Zimmer mit der superen Tastaturablage auf der ausgezogenen Schublade des Schreibtisches, der sonst nämlich arg klein gewesen wäre.

Schreibtisch mit ausgezogener Schublade für Tastatur

Der Schreibtisch

In diesem Bett habe ich Entscheidungen getroffen.

Ich war ganz allein für meinen Stundenplan verantwortlich, Vorgaben waren vorhanden, aber überschaubar, ich musste entscheiden, was ich wann mache – ihr kennt das.

In diesem Bett schrieb ich lange Tagebucheinträge über wiedergefundene Grundschulfreunde, über dramatische Geschehnisse mit und ohne Alkoholeinfluss, über spannende Partys und langweilige Wochenenden. Nach dem zweiten Semester war mir endgültig klar, dass ich hier wieder wegmüsste, dringend. Hatte ich ohnehin geplant, aber die Decke fiel mir schneller auf den Kopf als ich erwartet hatte, ich kannte jeden Pflasterstein, ohne dass ich drum gebeten hatte, ihn kennenzulernen. Ich meine nicht fliegende Pflastersteine. Nein, die, die da liegen, schon immer da lagen und immer da liegen werden.

Tübingen war für mich ein Ort des Stillstands, der Regionalstudenten, die am Wochenende nach Hause fuhren, ich bin mit dem Städtchen nicht warm geworden. Trotzdem war es für den Studienbeginn richtig, behütet und so. Wäre ich gleich in Berlin gelandet … aber dazu kommen wir später.

Mein Zimmer war wie der ganze Ort: klein, hübsch, gemütlich – aber auch klein, eng, eingeschränkt. Das Bett allerdings war eins meiner gemütlichsten. Und ich habe es nie mit jemandem geteilt.

Zu Bett 1, Bett 2, Bett 2a, Bett 3, Bett 3a, Bett 4, Bett 4a, Bett 5, Bett 6, Bett 6a und b, Bett 7

Spreewaldgrab: Interview mit Christiane Dieckerhoff

Christiane Dieckerhoff kannte ich bisher nicht. Aber nun habe ich ihren Spreewaldkrimi gelesen und bin begeistert. Im Rahmen der Blogtour durfte ich sie ausfragen und freue mich über ihre großartigen Antworten.

Spreewald

Unten findet Ihr eine Frage, mit der Ihr in den Gewinnlostopf springt. Einfach beantworten und anschließend die Daumen drücken!

Liebe Frau Dieckerhoff,
ein Spreewaldkrimi! Und dazu noch so ein spannender! Ich bin entzückt – zumal ich finde, dass der Spreewald gerade im Westen noch viel zu unbekannt ist.
Warum haben Sie sich für das Setting entschieden?

Manchmal bekommt man Antworten im Leben, bevor sich die dazugehörigen Fragen stellen. So ging es mir mit dem Spreewald. Ein Redakteur der Lausitzer Rundschau fragte, ob ich einen Kurzkrimi für lr-online schreiben könnte, der im Spreewald spielt. Bei den Recherchen zu diesem Projekt habe ich mich dann in die Region verliebt. Ich mag diese Mischung aus Idylle und Geheimnis, die vor allen in den frühen Morgenstunden über der Landschaft liegt.

Was war zuerst da, der Plot oder das Setting? Oder gehören sie unumstößlich zusammen?

Das Setting war schon von Anfang an sehr wichtig und ich habe mir viele Gedanken darüber gemacht, welche Geschichten in den Spreewald passen könnten. Nur auf dem ersten Blick ist alles idyllisch. Der Spreewald ist durchaus auch gefährdet und die Region hat strukturelle Probleme, wie viele Regionen in Deutschland, in denen die Schwerindustrie auf dem Rückmarsch ist.

Kennen Sie sich dort gut genug aus oder mussten Sie beim Schreiben öfter mal hinfahren? Haben sich die Lübbenauer über ihre Hauptrolle gefreut? Vor allem die Piratenbowlingbahnbetreiber?

Ich bin schon häufig im Spreewald und lasse die Landschaft auf mich wirken, oder schaue mich nach potentiellen Tatorten um. Ich glaube, die Betreiber der Piratenbowlingbahn am Hafen in Lübbenau haben mich nicht wirklich ernst genommen. Das mag jetzt anders aussehen. Aber solange ich ihnen keine Leiche unters Klavier packe, sind sie sehr gelassen.
Ob die Lübbenauer sich gefreut haben? Ich weiß es nicht. Ich glaube, die Meinung im Ort ist zwiegespalten. Was wir als Außenstehende als authentisch erleben, ist für die Einheimischen nur ein Teil ihres Lebens.
Eine Wirtin sagte zu mir: Hoffentlich schreiben Sie nicht auch, dass wir alle sorbisch brabbeln, in ungeheizten Holzhütten hausen und durch die Gegend staken. Aber natürlich gehört auch so etwas in einen Spreewaldkrimi. Allerdings habe ich die ungeheizten Häuser weggelassen. Das ist doch ein Anfang.
Die Polizei in Lübben war sehr freundlich und hilfsbereit. Mein Babbenbier kann ich jetzt auf jeden Fall mit einem original „Polizei Brandenburg“ Flaschenöffner öffnen.

Spreewaldgurken kennt man ja. Dass man daraus Schnaps brauen kann, war mir neu. Haben Sie auf das Erscheinen des Buches mit Gurkenschnaps angestoßen?

Nein, wie die meisten Krimiautoren habe ich einen Hang zu Gin Tonic und genau damit habe ich auch angestoßen, als die Autorenexemplare eingetroffen sind. Bei der Premierenlesung gab’s dann allerdings Gurken, wenn auch nicht als Schnaps, sondern nur als Häppchen mit Schwarzbier.

Es ist sehr gruselig, wie im Nebenstrang eine Frau ihrem Tod entgegensieht. Hat Sie die Vorstellung beim Schreiben belastet? Ich bekomme beim Lesen ja schon fast Albträume.

Ja sehr. Die Recherchen zu diesem Teil waren sehr belastend. Es ist wirklich beängstigend, wie undurchdringliche Dunkelheit innerhalb kürzester Zeit Menschen zerstört.

Können Sie (Jo-)Achims grundsätzlich nicht leiden? (Ich könnte das nachvollziehen!) Die im Buch sind ja alle nicht übermäßig sympathisch.

Ich kenne keinen Joachim. Das war mir wichtig.

Andersrum: Für wen in dem Buch empfinden Sie die größte Zuneigung? (Ich bin Thang-Fan.)

Thang mag ich auch sehr. Aber tatsächlich gehört mein Herz Klaudia, auch wenn, oder gerade weil sie sich immer wieder selbst im Weg steht.

Dürfen wir Klaudia auch in Zukunft bei ihren Ermittlungen begleiten?

Aktuell arbeite ich am zweiten Band der Reihe, der voraussichtlich im Januar 2017 bei Ullstein erscheinen wird. Ob es danach weitergehen wird, entscheiden letztendlich die Leser. Aber im Moment sieht es gut aus. Die erste Auflage war bereits nach drei Wochen vergriffen.

Vielen Dank für das Interview!

Ich danke Ihnen für die Fragen.

Herzliche Grüße
Christiane Dieckerhoff
www.krimiane.de

Und jetzt seid Ihr an der Reihe! Was sagt Ihr: Habt Ihr Angst vor der Dunkelheit? Was würdet Ihr als ultimative Angstvorstellung in einem Krimi unterbringen, wenn Ihr einen schreiben würdet?

Hinterlasst mir einen Kommentar und erzählt mir, wovor Euch gruselt!

Gewinne

Hauptpreis: 1x Spreewaldgrab von Christiane Dieckerhoff & 1x Spreewaldtrio Balance-Picknick

2.-3. Preis: je ein Buch “Spreewaldgrab” von Christiane Dieckerhoff

Ausgelost wird unter allen kommentierenden BewerberInnen.

Teilnahmebedingungen

Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt Ihr Euch mit den Teilnahmebedingungen einverstanden.

Dies ist der letzte Tag der Blogtour. Die anderen Beiträge findet Ihr hier:

5.3. Protagonisteninterview mit Klaudia Wagner: Diana

6.3. Klaudia Wagner: Sarah

7.3. Die Polizei im Einsatz: Tamara

8.3. Der Spreewald: Sabrina

 

Paris mit Bier

Letztes Wochenende war ich in Paris. Dort gibt es jetzt mehr Sicherheit – oder Unsicherheit, je nach Sichtweise. Ich wohnte bei meinem besten Freund (dem von Bett 7) und verbrachte die Tage mit meiner besten Freundin (die von Bett 3a).

Bei dem Besuch zahlreicher Markthallen fanden wir just an dem Tag, an dem der Schlafstättenbereitsteller bereitwillig zugesagt hatte, am Abend zu kochen, einen deutschen Tante-Emma-Laden eben dieses Namens.

Tante Emma Laden

Deutsch, oder was?

Gleich mal reingehen, da gibt es ja immer lustiges Zeug. Händlmaiersenf in Eimern, zum Beispiel.

Und da stand es. Ganz unten im Bierregal. Jever. Der beste Freund liebt Jever. Das perfekte Mitbringsel, wenn man sich gerade selber eingeladen hat!

Flugs zwei Flaschen gekauft und weiter im Touri-Programm. Mal gucken, was am Eiffelturm so los ist. Oh, gar nicht mal viel. Aber blöderweise haben wir – Überraschung! – zwei gläserne Bierflaschen in der Tasche. Nein, sagt der Securitymann, das geht ja nun gar nicht. Versteckt die mal irgendwo.

[Hier Gedanken darüber einfügen, was ich von dem Rat halten soll, mein Gefahrgut im Gebüsch zu verstecken.]

Verstecken? Die Lungerleute hier warten doch nur darauf, dass die blöden Touris was verstecken, um es dann an sich zu reißen. UNSER BIER! Und nachher ist der Markt zu. Exen und neu kaufen ist keine Option.

Mal im Imbiss gegenüber fragen, ob sie die Flaschen aufbewahren können.

Nein, natürlich nicht. Verboten. Doch verstecken? Einem Penner zum Aufbewahren geben? Oder den Russen auf den Rikschas? Wir wollen die Flaschen MIT Inhalt wiederhaben. Fällt auch flach.

Wir setzen uns vor dem menschenleeren Spielplatz auf die Bank und prompt füllt es sich um uns herum mit Menschen. Mist. Aber wozu hat mein aufmerksamer Lieblingskumpel uns mit Einkaufstaschen ausgestattet? Damit man sie wegwerfen kann, natürlich. Wir packen die Flaschen hinein und versenken den Beutel in einem der Mülleimer, die ja nunmehr immer durchsichtige Beutel haben, weswegen man auffällig schlecht geschlossene Bierflaschen unauffällig in ihnen unterbringen kann.

Die maschinengewehrbewehrten Soldaten haben uns nicht bemerkt. Oder?

Auf zum Turm! Kalt isses da und oben muss man Schlange stehen. Aber man hat einen famosen Blick auf den Spielplatz, der wieder angenehm leer sein Dasein fristet. Keine Gefahr, dass die Mülltüten demnächst geleert werden. Es sei denn, sie haben ein festes Leerschema. Das wäre blöd. Haben sie aber bestimmt nicht.

Hoffentlich.

Das Bombenräumkommando ist auch noch nicht am Spielplatz eingetroffen.

Stunden später haben wir wieder festen Boden unter den Füßen und befreien das Täschle mit den Kaltgetränken. Ein kleiner Mayonnaise-Fleck, ansonsten keine Sachschäden entstanden. Das war ja einfach!

Später möchte ich noch zum Institut du monde arabe, weil die da einen hervorragenden Buchladen haben. [Wer noch nicht da war: aufs Dach gehen und Aussicht genießen.] Sicherheitsschleuse. Taschen durchleuchten.

Die zwei arabischen Sicherheitsbeamten reißen die Augen auf. Sind das Bierflaschen?

Ja.

Belgisches oder deutsches Bier?

Deutsches.

Ach, ihr seid aus Deutschland? – Das Gespräch nimmt eine persönliche Wendung, halt, Moment, möchte da jemand freundlich sein und uns das Bier abschnacken? Kommt gar nicht infrage!

Das Bier ist für einen arabischen Freund, sage ich.

Oh! OH! Sie haben einen arabischen Freund! Na dann, viel Spaß!

 

Ja, Spaß hatten wir.

 

 

Harrr: Piratensonntag

Richtig schlechtes Wetter haben wir, es ist nass, kalt und windig und noch dazu ist Wochenende – da machen wir uns doch gleich mal auf ins Internationale Maritime Museum im Hafen, denn da ist es noch ein bisschen kälter und windiger. Also, davor und drumrum. Drinnen ist es warm. Und Piratensonntag.

Offenbar haben zahlreiche andere Familien ähnlich wie wir kalkuliert und so ist es rekordvoll. Zunächst statten sich die Kinder in der Bastelecke mit Piratenhüten aus, die als grobe Bausätze vorbereitet sind.

Kind bastelt Piratenhut

Vorbereitung auf die Kaperfahrt

Anschließend hören wir der Piratenführung zu, die Kinder können gut sehen, sie dürfen vorn stehen, das ist kein Problem. Aber die anderen Dinge, die es noch so gibt (und die sind zahlreich!) lenken sie ab und fort und so bewegen wir uns zwischendurch zu Uniformen, Säbeln, Flugzeugträgern und anderen Schiffen, bis der Fechtkurs beginnt und einige von uns sich in der hohen Kunst des Degenschwingens weiterbilden.

Kind beim Fechten

Keine Chance!

Das Gute ist: Dieses Museum ist so unglaublich groß, dass jede Menschenmenge von ihm einfach verschluckt wird. Keine Gefahr, dass man irgendwo nichts sehen kann. Das ist super. Und was es alles zu sehen gibt!

Nachträglich (drei Tage später) betrachtet war das Beste:

Sohn (6): die Containerschiffe. Unbedingt zurückkehren und mehr davon angucken.

Junge vor Modellschiff

Soooo ein schönes Schiff

Tochter (7): die fahrenden Schiffe im Restaurant “Catch of the Day” und die Fish ‘n’ Chips sowie die Fechtshow

Kinder vor Vitrine

Da fahren Schiffe! Ganz langsam! Kann man stundenlang zugucken.

Andi (schon groß): der Backfisch und die Flugzeugträger. Unbedingt zurückkehren und die Reliefweltkarte angucken.

Gesa (auch schon groß): die Säbel (kein Wunder, waren der Sohn und ich doch vor zwei Wochen im Klingenmuseum und haben uns Schwerter angeguckt, wir sind jetzt Experten, was Hieb- und Stichwaffen angeht). Unbedingt zurückkehren und die Knochenschiffe angucken.

Wie bereits erwähnt, ist das Museum so groß, dass wir uns noch tagelang drin verlieren können. Und das werden wir auch.

Vielen Dank an Damián für die Einladung, ye be a jolly bucko.

Hier noch der Servicehinweis auf den Pirate Translator, falls ihr mal mit echten Piraten zu tun habt. Und musikmäßig? Alestorm als Soundtrack, ganz klar.

Interview mit Isabel Bogdan: “Der Pfau”

Meistens übersetzt Isa. Aber manchmal schreibt sie auch. Und dann kann es passieren, dass ein Pfau daraus wird und alle sich vor Freude überschlagen. Ich habe ihr ein paar Fragen dazu gestellt und erfahren, warum sich das Buch im Sommer zum Flirten eignet.

Herzlichen Glückwunsch, es ist ein … Pfau. Du scheinst ein Händchen für eingängige Titel zu haben. Noch lange bevor die Wortspielchen mit „Sachen machen“ auch nur annähernd abebben (sollten sie es jemals tun), wimmelt es in deiner Facebook-Timeline nun von Pfauenbildchen, Pfauenkleidchen, Pfauenmustern usw. Hast du ansatzweise geahnt, wie viel Pfauzeug es gibt? War es gar Berechnung?

Ich habe mir überhaupt keine Gedanken darüber gemacht, wie viel Pfauenzeug es gibt, und dass es Leute geben würde, die es mir schenken wollen. Hätte ich, dann hätte ich das Buch vielleicht „Buckelvolvo“ oder „Schokolade“ genannt.

Berechnung war es sicher nicht, denn mal ehrlich: Das meiste Pfauenzeug ist furchtbar kitschig.

Ich bin mir sicher, dass wir jeden Titel irgendwie ausschlachten können – viel wichtiger ist aber: Gibt es Pläne für mehr Bogdanliteratur?

„Pläne“ würde ich es noch nicht nennen. Es gibt eine lose Idee. Jedenfalls habe ich Lust! Aber es liegen auch noch Übersetzungen an, bis zum nächsten eigenen Roman wird es also noch dauern.

Du bist Übersetzerin. In meiner total subjektiven Wahrnehmung kommen viele LektorInnen und ÜbersetzerInnen irgendwann an den Punkt, ein eigenes Buch zu schreiben. Ist es die Textarbeit, die einem verdeutlicht, dass man das auch selbst könnte? Möchte man einfach nur mal auf der anderen Seite stehen?

Als Übersetzerin wird man dauernd gefragt, ob man nicht mal selbst etwas schreiben wolle. Und diese Frage ärgert einen meist, weil dabei unterschwellig oft mitschwingt, Übersetzen sei so etwas wie „Schreiben zweiter Klasse“. Als hätten Übersetzer das „richtige“ Schreiben nicht geschafft. Aber so ist es nicht. Schreiben und Übersetzen sind zwei ganz unterschiedliche Tätigkeiten, nicht jeder Übersetzer will oder kann schreiben, und nicht jede Autorin will oder kann übersetzen.

Aber Schreiben und Übersetzen können einander sehr befruchten, in beide Richtungen.

Was war zuerst da: der Wunsch, eine abstruse Geschichte zu schreiben oder der Pfau-Plot?

Der Pfau-Plot! Ich hatte nie den dringenden Wunsch zu schreiben. Aber als mir diese Geschichte erzählt wurde – es gab tatsächlich einen verrücktgewordenen Pfau auf einem einsamen Anwesen in Schottland, der blaue Autos angriff – da wollte ich sie unbedingt aufschreiben, natürlich mit einem anderen Twist und fiktiven Figuren. Anfangs war es nur eine Kurzgeschichte, aber dann wurde sie immer länger und verwickelter.

 

lachende Isa Bogdan

Isabel Bogdan, zu Recht gut gelaunte Autorin
Foto: Smilla Dankert

Was ist in der Entstehung enervierender: ein Buch zu übersetzen, das besonders herausfordernd oder langatmig ist – oder das eigene Buch zu schreiben, bei dem man an allem, das nicht funktioniert, automatisch selbst schuld ist?

Als Übersetzerin bin ich glücklicherweise inzwischen in der Lage, mir die Bücher auszusuchen, die ich mache. Ich muss nichts mehr übersetzen, was mich schon von Anfang an nervt (denn, ja: been there, done that, und das ist wirklich anstrengend). Als Autorin kann ich alles löschen, was mir nicht gefällt. Der Vorteil beim Übersetzen ist, dass immer schon was dasteht – als Autorin habe ich die dauernde Angst, dass mir nichts mehr einfallen wird.

Das Anstrengendste war für mich eigentlich, dass ich zunächst keinen Abgabetermin hatte, denn ein Verlag kauft ein Manuskript normalerweise nicht, wenn es erst 30 Seiten lang ist. Und ohne Termin funktioniere ich schlecht. Das habe ich dadurch gelöst, dass ich mir eine Agentin gesucht habe, die mir ein bisschen Druck gemacht hat. Und die ich überhaupt heiß und innig liebe.

Wie anstrengend war das Lektorat im Vergleich zum Übersetzungslektorat?

Genauso anstrengend, nämlich gar nicht. Die Lektorinnen und Lektoren, mit denen ich in den letzten Jahren zusammengearbeitet habe, sind allesamt sehr konstruktiv und kompetent, das macht großen Spaß.

Auf die Gefahr hin, dass die Antwort niemanden überraschen wird: Entschädigt die von vornherein positive Resonanz für den Stress des Schreibens?

Ich wäre nicht auf die Idee gekommen, das gegeneinander aufzurechnen. Der „Stress“ war auch gar nicht so, dass ich mich fürchterlich unter Druck gefühlt hätte – ich habe halt ausprobiert, wie weit ich komme, und habe mit meiner Agentin jemanden gefunden, der mich unterwegs an der Hand nahm. Als KiWi es dann gekauft hatte, hatten wir auch noch genügend Zeit fürs Lektorat, das war eigentlich alles recht entspannt. Natürlich gab es Phasen, in denen ich gezweifelt habe und das Gefühl hatte, nicht weiterzukommen, aber dann hat mir auch immer schnell wieder jemand Mut gemacht. In der Rückschau empfinde ich die Zeit nicht als besonders stressig. Stressig war dann das Warten, bis es endlich wirklich erscheint.

Die positive Resonanz jetzt ist natürlich großartig, damit habe ich nie im Leben gerechnet.

Für deinen Plot mussten Banker herhalten. Hattest du noch andere klischeebeladene Berufsgruppen in der Auswahl?

Ja, mein Lektor und ich haben zwischendurch überlegt, ob wir einen anderen Beruf nehmen. Eine Abteilung irgendeines Konzerns, Versicherungsleute, Modebranche … aber am Ende ist der genaue Bereich ja gar nicht wichtig für die Geschichte, also konnten sie auch ebensogut Banker bleiben.

Kannst du jemals wieder Pute/Gans essen, ohne dabei an verrückte Pfauen zu denken?

Ich weiß zu viel über Putenmast, um überhaupt je wieder Pute zu essen.

Wie geil ist es, dass Christoph Maria Herbst das Hörbuch eingelesen hat?

Sehr! Er hat das so großartig gelesen, die ganze indirekte Rede, das ist ja nicht so einfach, und hat einen Witz reingebracht, dass ich beim Zuhören plötzlich so kleine Herzchen in den Augen hatte.

Und das Cover! Glanz und Schimmer! Der Moment, als du es das erste Mal sahst?

Das war sehr aufregend. Als erstes kam eine Mail mit zwei Entwürfen in jeweils drei verschiedenen Farbkombinationen. Ich hatte fast Angst, die Mail aufzumachen! Und dann fand ich gleich den ersten Entwurf absolut großartig, und die Farben waren dann auch schnell entschieden. Als ich es dann noch mit der Glanzfolie gesehen habe … wow. Großer Dank an Barbara Thoben! Das muss man erstmal schaffen: Ein Pfau aus Glanzfolie, der nicht kitschig ist. Ich möchte das Buch dauernd in die Hand nehmen und es im Licht schimmern lassen. Und ich glaube, im Sommer kann man damit flirten – wenn die Sonne richtig drauffällt, kann man prima mit den Lichtreflexen spielen.

Vielen Dank, Isa, für deine Antworten. Draußen scheint die Sonne – die Pfauenflirtsaison ist eröffnet!

Nostalgiebetten – Bett 7

Sinnieren über die Betten meiner Vergangenheit: die Zeit nach dem Abi. Wenn ich nicht einschlafen kann, träume ich mich in frühere Schlafstätten zurück. 

Einmal nur, einmal kam ich in eine neue Behausung und fand sie schrecklich. Graue Einbaumöbel an blauem Linoleumboden, an der Wand eine Art handgemachte Hardcore-Raufaser-Beschichtung, weiß lackiert und mit so spitzen Spitzen, dass die Poster nach kurzer Zeit aussahen, als hätten sie Pickel. Weiterlesen

Nostalgiebetten – Bett 6a und 6b

Was bisher geschah:

Sinnieren über die Betten meiner Vergangenheit. Wenn ich nicht einschlafen kann, träume ich mich in frühere Schlafstätten zurück.

Wir sind in meiner Jugend angelangt, ich ging in England zur Schule.

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Nostalgiebetten – Bett 6

Was bisher geschah:

Sinnieren über die Betten meiner Vergangenheit. Wenn ich nicht einschlafen kann, träume ich mich in frühere Schlafstätten zurück.

Wir sind in meiner Jugend angelangt, ich ging in England zur Schule, doch meine Bildungsstätte zog es vor, die Pforten für immer zu schließen. Weiterlesen

Interview mit Britta Freith: “Hinterm Stall die Blumen”

Britta Freith hat vor einer Weile ein Gartenbuch geschrieben, das ich nun endlich, endlich auch gelesen habe. Mal abgesehen davon, dass es sehr hübsch ist, macht die Lektüre auch Spaß. Und ganz nebenbei bildet man sich automatisch weiter. Wenn Ihr dieses Buch auch bewundern möchtet, kommentiert mir hier bis zum 22.12.2015 um 23:59 Uhr rein, warum. Britta stellt ein Exemplar zur Verlosung bereit. Rechtsweg oder Bargeld nicht und so.

Auflösung 23.12.2015: Michaela hat gewonnen. Herzlichen Glückwunsch! Weiterlesen

Nostalgiebetten – Bett 5

Heute: mit Schwedischkalenderverlosung ohne jeden Bezug zum Thema, s. u.

Wir befinden uns immer noch in dem Jahr, in dem ich in England zur Schule ging. Elfte Klasse (Lower Sixth). Ich schlief in Bett 4. Weiterlesen

Zärtliche Ziehung der glücklichen Gewinnerin

Die aufregende Auslosung steht an! Das fulminante Finale! Das begeisternde Buch wird verlost.

Zettel mit Namen

Teilnehmerinnenloszettel

Lose in Mütze

Teilnehmerinnenloszettel in Losmütze

Kleine, klebrige Kinderfinger nähern sich der magischen Mütze.

Kinderhand, die in Mütze greift

Kinderfinger in Losmütze

Und gewonnen hat:

Kinderhände mit Los

Kinderfinger falten Loszettel auf

Martinazettel

Martina Bloch!

Herzlichen Glückwunsch! Wir benachrichtigen Dich auch gleich noch per E-Mail.

“Hamburg abseits der Pfade” – Interview mit Cordula Natusch

Cordula Natusch: Hamburg abseits der Pfade. Braumüller Verlag, 978-3-99100-155-3

Meine Freundin Cordula hat ein Buch geschrieben. Einen Reiseführer. Über Hamburg. Gähn!, denkt der ein oder andere, Hamburg kennen wir inzwischen doch ganz gut, was soll es da noch geben, überhaupt, PFADE, und die soll man dann AUCH NOCH verlassen, das kann ja nur im Matschchaos enden.

Ja, denkste.

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Nostalgiebetten – Bett 4

Dies ist ein besonderes Bett, denn es war das erste in meinem neuen, eigenständigen Leben. Statt meiner Eltern war nun Miss Watson für mein Seelenheil (oder eher: meine Hausaufgaben, und auch das nur in beschränktem Maße) verantwortlich.

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Nostalgiebetten – Bett 3a

Ich weiß nicht, wie oft ich bei ihr übernachtet habe. Meine beste Freundin war eine Klasse über mir, wir kannten uns aus dem Kindergarten, hatten uns in der Grundschule kurzzeitig aus den Augen verloren und fanden uns dann beim Schwimmen wieder, als wir gewisse gemeinsame Nicht-Begabungen feststellten, was die hohe Schwimmkunst angeht – den eleganten Sprung vom Drei-Meter-Brett, nämlich. Weiterlesen

Nostalgiebetten – Bett 3

Als ich 10 war, zogen wir knapp 300 Meter weiter in unser eigenes Haus. Mit dem Umzug wechselten wir nicht nur den Ort, sondern auch gleich noch den Landkreis und somit das Autokennzeichen. Ich mochte das Haus, aber es war das Haus meiner Eltern, sie verwirklichten ihre Träume von dem perfekten Zuhause, nahmen Weiterlesen

Nostalgiebetten – Bett 2a, ein Fremdbett

Ein Einbauschrank mit weißlackierten Türen, an denen Tiere aus rauem Teppich kleben, das Auge in einer anderen Farbe als den Körper (Bär, Krokodil … was gab es noch? Wer aus der Familie erinnert sich? Irgendein blaues Tier war da noch.)

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Interview mit Ralph Dohrmann

Heute sprechen wir mal über Entschleunigung. Ralph Dohrmann ist auf dem Gebiet Experte, wenn mich nicht alles täuscht. Zur Blogtour vor einem guten Monat hätte das Interview mit ihm erscheinen sollen, jetzt ist es da. Hurra, hurra! Allerdings noch ohne die zusätzlich von Euch gestellten Fragen. Gemach, Leute, wir haben Zeit. Eins nach dem anderen.

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